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	<title>FDP Kreuzau &#187; Haushalt 2007</title>
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		<title>Haushaltssituationen 2005 – 2009</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Jun 2009 09:50:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erik Meurer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Haushaltsberatungen gehören zu den wichtigsten Aufgaben jeden Parlaments. Daher hat die FDP-Fraktion in Kreuzau jedes Jahr viel Mühe und Zeit aufgewendet, um die von der Verwaltung vorgelegten Haushaltsentwürfe aufzubereiten, zu analysieren und zu beurteilen.

Dabei war es erstaunlich zu beobachten, wie eine so kleine Fraktion wie die der FDP durch Beharrlichkeit und Einbringung wirtschaftlicher Kompetenz gewisse Erfolge erzielen konnte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Haushaltsberatungen gehören zu den wichtigsten Aufgaben jeden Parlaments. Daher hat die FDP-Fraktion in Kreuzau jedes Jahr viel Mühe und Zeit aufgewendet, um die von der Verwaltung vorgelegten Haushaltsentwürfe aufzubereiten, zu analysieren und zu beurteilen.</p>
<p>Dabei war es erstaunlich zu beobachten, dass selbst eine kleine Fraktion wie die der FDP durch Beharrlichkeit und Einbringung wirtschaftlicher Kompetenz gewisse Erfolge erzielen konnte.</p>
<p>Als wir <a href="http://www.fdpkreuzau.de/2005/05/27/haushaltssituation-2005/">2005 </a>der Gemeindeverwaltung vorwarfen, die betriebswirtschaftlichen Entwicklungen in Deutschland verschlafen zu haben und die Einführung einer Kosten- und Leistungsrechnung sowie die Einstellung eines Controllers forderten, ernteten wir bei CDU und Verwaltung lt. Dürener Zeitung nur „Unmut und Gelächter“. Mittlerweile ist eine Kosten- und Leistungsrechnung eingeführt und ein Controller eingestellt worden. Das wirtschaftliche Denken beginnt sich allmählich auch in Kreuzau durchzusetzen</p>
<p>Als wir <a href="http://www.fdpkreuzau.de/2006/06/24/haushaltssituation-2006/">2006 </a>bemängelten, dass die Verwaltung bestimmte <a href="http://www.fdpkreuzau.de/2006/03/28/anderungsantrag-fur-den-haushaltsentwurf-2006/">Haushaltspositionen durchgängig zu hoch ansetzt</a>, vermutlich um bei der Abrechnung Ende des Jahres Sparerfolge vorweisen zu können, wurde dieses Verhalten von der Verwaltung zunächst heftig bestritten. Jedoch bereits <a href="http://www.fdpkreuzau.de/2007/05/09/haushaltssituation-2007/">ein Jahr später</a> wurden diese Beanstandungen abgestellt und von diesem Zeitpunkt an wurde stets korrekt geplant!</p>
<p>Andererseits hatten wir eine Reihe von Vorstellungen, die wir wegen mangelnder Unterstützung der CDU als Mehrheitsfraktion nicht durchsetzen konnten. Darunter fällt unsere Forderung nach Einführung der dezentralen Budgetierung in unserer <a href="http://www.fdpkreuzau.de/2006/04/23/haushaltsrede-2006/">Haushaltsrede 2006</a> . Bei dem Problem der <a href="http://www.fdpkreuzau.de/category/vereinsforderung/">Vereinsförderung</a>, das wir in den <a href="http://www.fdpkreuzau.de/2007/05/08/haushaltsrede-2007/">Haushaltsreden 2007</a> und <a href="http://www.fdpkreuzau.de/2008/04/10/haushaltsrede-2008/">2008 </a>thematisiert hatten, fühlen wir uns von der CDU sogar regelrecht hintergangen und aufs Glatteis geführt. Auch den unwirtschaftlichen Einbau einer <a href="http://www.fdpkreuzau.de/2005/05/26/presseerklarung-heizungsanlage/">sündhaft teuren Heizungsanlage in die Festhalle</a> und die <a href="http://www.fdpkreuzau.de/2008/04/11/haushaltssituation-2008/">rechtswidrige Verwendung der Schulpauschale zur Abdeckung aller Kosten zur Sanierung der Festhalle</a> in 2008 konnten wir trotz aller Bemühungen nicht verhindern. Dazu gehört auch der, nach Meinung vieler Beteiligter, unnötige Ersatz der <a href="http://www.fdpkreuzau.de/2008/02/19/erneuerung-der-fus-radwegbrucke-uber-die-rur-zwischen-schlagstein-und-lachweg/">Fußgängerbrücke in Schlagstein</a>.</p>
<p>Durch unseren in 2007 gestellten <a href="http://www.fdpkreuzau.de/2007/06/12/burgerbefragung-zur-festhalle/">Antrag zur Durchführung einer repräsentativen Bürgerbefragung</a> konnten wir allerdings gerade noch den bereits von SPD und CDU ins Auge gefassten Neubau der Festhalle, der Kreuzau mit Sicherheit finanziell überfordert hätte, verhindern.</p>
<p>Im laufenden Jahr sieht die Situation urplötzlich völlig anders aus. Während die FDP-Fraktion als einzige der im Rat vertretenen Parteien bereits in ihrer <a href="http://www.fdpkreuzau.de/2008/04/10/haushaltsrede-2008/">Haushaltsrede 2008 </a>auf die Gefahren der heraufziehenden Weltwirtschaftskrise gewarnt hatte, musste sie in ihrer<a href="http://www.fdpkreuzau.de/2009/04/21/haushaltsrede-2009/"> Haushaltsrede 2009</a> regelrecht Überzeugungsarbeit leisten, dass auch Kreuzau nicht auf einer Insel der Seligen lebt. Die CDU-Fraktion feierte den Haushaltsentwurf 2009 bereits stolz „als Ergebnis jahrelang CDU-betriebener Haushaltskonsolidierung in der Gemeinde Kreuzau.“ Nun ist bereits jetzt alles Makulatur. Der Bürgermeister musste vor einigen Tagen in einer Randnotiz kleinlaut einräumen, dass bereits im laufenden Jahr Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von 3,8 Mio € fehlen werden.</p>
<p>Das Problem wegbrechender Einnahmen wird sich, wie von der FDP-Fraktion in der <a href="http://www.fdpkreuzau.de/2009/04/21/haushaltsrede-2009/">Haushaltsrede 2009</a> vorgerechnet in den folgenden Jahren noch verschärfen. Der Bürgermeister hat in seinem Haushalt 2009 noch Steigerungsraten von 7% für 2010 und 9% für 2012 eingerechnet. Nach seiner Rechnung würde die für die Selbständigkeit der Ratsentscheidungen so wichtige Ausgleichsrücklage noch den stolzen Wert von 6,7 Mio € aufweisen. In Wirklichkeit wird diese Ausgleichsrücklage vermutlich bereits 2010 aufgezehrt und aus der Bilanz der Gemeinde Kreuzau verschwunden sein. Ab dann wird wieder das Nothaushaltsrecht herrschen und Kreuzau wieder am „Tropf der Kommunalaufsicht“ hängen.</p>
<p>Umso wichtiger ist es, die verbliebene Freiheit zu nutzen und unmittelbar nach der Kommunalwahl damit zu beginnen, Fehlentwicklung der Vergangenheit zu korrigieren. Zu diesen Fehlentwicklungen zählen nach Auffassung der FDP die Versäumnisse im Straßenbau. Bereits im April 2004 hat die Verwaltung ein Straßeninstandsetzungsprogramm für die nächsten fünf Jahre aufgestellt, wonach sieben Straßen (Grünstraße, Flemigstraße, Traubenweg, Marienstraße, Am alten Fuhrweg, Im Bongert und In der Held) beitragspflichtig komplett neu ausgebaut werden sollen. Hierfür sind merkwürdigerweise im Haushalt bis 2012 keinerlei Mittel vorgesehen. Die FDP geht davon aus, dass sich alle Ratsmitglieder darin einig sind, dass es höchst unfair ist, von den Anliegern der betroffenen Straßen erneut Beiträge zu verlangen, obwohl sie bereits in früheren Jahren Anliegerbeiträge bezahlt haben. Rein rechtlich scheine es wohl keine anderen Möglichkeiten zu geben.</p>
<p>Trotzdem ist es nicht verboten nach anderen Lösungen zu suchen. In Langerwehe wurden offensichtlich mit Erfolg Dünnbettschichten aus Kaltbitumen in solche Straßen eingebaut, die eigentlich grunderneuert werden müssten. Wir werden versuchen, Rat und Verwaltung dafür zu gewinnen, die Anwendung des kostengünstigen Dünnbettschichtverfahrens hierfür, aber auch für solche Straßen zu prüfen, die sich auf Grund ihres schlechten Zustandes quasi auf der Kippe zu einer beitragspflichtigen Grunderneuerung befinden.</p>
<p>Die Straßenbaumaßnahmen sollen nach unserer Auffassung durch Einsatz von durch das Konjunkturpaket II freiwerdenden sowie im Konjunkturpaket II noch nicht verplanten Mitteln finanziert werden, sofern der Bundesgesetzgeber den Weg hierzu freimacht. Außerdem könnten bereits die in der mittelfristigen Finanzplanung vorgesehenen Maßnahmen, wie die weitere Sanierung der Festhalle in die weitere Zukunft verschoben werden. Ein den Mindestanforderungen entsprechendes Straßennetz erscheint der FDP wichtiger als die Sanierung von Prestigeobjekten.</p>
<p>Das voraussichtlich sehr enge Zeitfenster, in dem eigenständig gehandelt werden kann, sollte die Gemeinde dazu zwingen, in nächster Zukunft tätig zu werden. Es kann nicht gewartet werden, bis die Bürger in einigen Ortsteilen auf Sandpisten fahren!</p>
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		<title>Haushaltssituation 2007</title>
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		<pubDate>Wed, 09 May 2007 14:04:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erik Meurer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Haushalt 2007]]></category>
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		<description><![CDATA[Die FDP-Fraktion war sehr überrascht, als sie den Haushaltsentwurf 2007 analysierte. Alles was Egbert Braks in seiner Haushaltsrede 2006 zur Höhe der Haushaltsansätze beanstandet hatte, war jetzt mustergültig von der Gemeindeverwaltung umgesetzt worden. Position für Position wurde sorgfältig durchgeplant und den Entwicklungen der Vergangenheit angepasst. Insofern bestand zunächst Anlass für ein dickes Lob. Der FDP  hat es gezeigt, dass die Bemühungen der Opposition nicht immer grundsätzlich zum Scheitern verurteilt sind. Sogar eine Minifraktion wie die der FDP kann sich gelegentlich durchsetzen, wenn sie ihre Forderungen nur beharrlich genug vertritt.

In seiner Haushaltsrede 2007 musste Egbert Braks neben seinem Lob für die Verwaltung allerdings auch neue handfeste Probleme ansprechen:]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Die FDP-Fraktion war sehr überrascht, als sie den Haushaltsentwurf 2007 analysierte. Alles was Egbert Braks in seiner <a href="http://www.fdpkreuzau.de/2006/04/23/haushaltsrede-2006/">Haushaltsrede 2006</a> zur Höhe der Haushaltsansätze beanstandet hatte, war jetzt mustergültig von der Gemeindeverwaltung umgesetzt worden. Position für Position wurde sorgfältig durchgeplant und den Entwicklungen der Vergangenheit angepasst. Insofern bestand zunächst Anlass für ein dickes Lob. Der FDP  hat es gezeigt, dass die Bemühungen der Opposition nicht immer grundsätzlich zum Scheitern verurteilt sind. Sogar eine Minifraktion wie die der FDP kann sich gelegentlich durchsetzen, wenn sie ihre Forderungen nur beharrlich genug vertritt.</p>
<p style="text-align: justify;">In seiner <a href="http://www.fdpkreuzau.de/2007/05/08/haushaltsrede-2007/">Haushaltsrede 2007</a> musste Egbert Braks neben seinem Lob für die Verwaltung allerdings auch neue handfeste Probleme ansprechen: Die Gemeindeprüfungsanstalt (GPA) hatte der Gemeinde Kreuzau im September 2006 eine Fülle von Empfehlungen mit auf den Weg gegeben. Nach langen Diskussionen hat sich der Rat zu folgendem sog. „historischen Beschluss“ durchgerungen:</p>
<p style="text-align: justify;"><em>„Die Fraktionen des Rates und die Verwaltung der Gemeinde Kreuzau werden auf der Grundlage des GPA-Berichts vom 12.09.2006 und <span style="text-decoration: underline;">aller darin enthaltenen Empfehlungen und Feststellungen</span> Maßnahmen so umsetzen, dass der strukturelle Ausgleich, wenn die äußeren Umstände es zulassen, bis 2010 sichergestellt werden kann…“</em></p>
<p style="text-align: justify;">Während viele der GPA-Empfehlungen zügig von dem dafür eingesetzten Sanierungsbeirat abgearbeitet wurden, „hakte es“ bei offensichtlich bei der Umsetzung der GPA-Empfehlung „Einsparung bei Vereinsförderung, Hallennutzungsgebühren“. Egbert Braks wies darauf hin, dass dieses Problem nach Berechnungen der FDP-Fraktion nicht nur eine Kosten- sondern auch eine Gerechtigkeitskomponente hat. So zahlen z.B. die erwachsenen Mitglieder eines Fußballvereins einen durchschnittlichen Jahresbeitrag von 24,67 €/Mitglied. Sie werden allerdings von der Gemeinde im Durchschnitt mit immerhin 63,56 €/Mitglied gefördert. Mitglieder der Musikvereine zahlen mit 24,52 €/Mitglied einen fast gleich hohen Jahresbeitrag, werden von der Gemeinde aber nur mit 3,50 EURO pro Mitglied und Jahr gefördert.</p>
<p style="text-align: justify;">Braks kündigte an, dass es keinen Sinn mache, nun die Situation jedes einzelnen Vereins durchzugehen, um dem einen etwas zu nehmen und dem anderen etwas zu geben. Gerechtigkeit könne es nur geben, wenn eine durchgängige von allen Seiten akzeptierte Regelung nach einem einheitlichen Prizip angewendet werden könne. Er kündigte an, dass die FDP an einem Vorschlag arbeite, der für alle Kreuzauer Vereine nur die aktive Jugendarbeit als einzigen Fördertatbestand anerkennen würde.</p>
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		<title>Haushaltsrede 2007</title>
		<link>http://www.fdpkreuzau.de/2007/05/08/haushaltsrede-2007/</link>
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		<pubDate>Tue, 08 May 2007 14:25:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erik Meurer</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Haushalt 2007]]></category>
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		<description><![CDATA[Wie im Vorjahr müssen wir allerdings auch jetzt darauf hinweisen, dass durch reduzierte Planansätze zunächst noch kein Cent eingespart worden ist. Es ist jedoch anzuerkennen, dass sich die Verwaltung das Korsett freiwillig enger geschnürt hat. Die Erfahrung dürfte auch hier zeigen, dass geringere Planansätze zwangsläufig eine verstärkte Haushaltsdisziplin zur Folge haben.

Wenngleich das veränderte Planungsverhalten sicherlich nicht ausschließlich auf den Einfluss meiner letzten Haushaltsrede zurückzuführen ist, zeigt es doch, dass die Bemühungen der Opposition nicht immer grundsätzlich zum Scheitern verurteilt sind, wie von der SPD manchmal resignativ zu hören ist, sondern dass sogar eine Minifraktion wie die der FDP gelegentlich etwas Positives bewirken kann, wenn sie ihre Forderungen nur beharrlich genug vertritt.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Rede des Fraktionsvorsitzenden der FDP-Fraktion Egbert Braks zum Entwurf der Haushaltssatzung der Gemeinde Kreuzau für das Haushaltsjahr 2007</span></strong></p>
<p>Herr Bürgermeister,</p>
<p>sehr geehrte Damen und Herren,</p>
<p>anders als in den Vorjahren ist die FDP mit dem vorgelegten Haushalt sehr zufrieden. Dafür gibt es gute Gründe:</p>
<p>Wie Sie sich erinnern, hatten wir im letzten Jahr 26 Haushaltsstellen herausgefiltert, bei denen die Planansätze über die Jahre gerechnet immer höher waren als die tatsächlichen Ausgaben. Wir hatten um entsprechende Anpassungen gebeten. Unserem Wunsch wurde im letzten Jahr trotz kontroverser Diskussion leider nicht entsprochen.</p>
<p>Selbstverständlich haben wir unsere Liste weitergeführt und konnten für den Haushalt 2007 erstaunliches feststellen:</p>
<p>Von den 26 Positionen haben sich drei von selbst erledigt, weil die Ausgaben in 2006 höher als die Planansätze waren. Somit hätten wir uns bei den verbliebenen 23 Positionen eigentlich wieder aufregen müssen. Das war jedoch gottlob nicht nötig, weil die Verwaltung für 2007 in allen Fällen die Planansätze vorsichtig und in sinnvoller Weise den Ist-Zahlen der Vorjahre angepasst hat.</p>
<p>Das eigentlich Erfreuliche ist, dass die Verwaltung mit der Anpassung dieser 23 Planansätze nicht stehen geblieben ist. Vielmehr können wir der Verwaltung, insbesondere dem Kämmerer bestätigen, dass der Haushalt 2007 Position für Position sorgfältig durchgeplant und den Entwicklungen der Vergangenheit angemessen Rechnung getragen worden ist.</p>
<p>Wie im Vorjahr müssen wir allerdings auch jetzt darauf hinweisen, dass durch reduzierte Planansätze zunächst noch kein Cent eingespart worden ist. Es ist jedoch anzuerkennen, dass sich die Verwaltung das Korsett freiwillig enger geschnürt hat. Die Erfahrung dürfte auch hier zeigen, dass geringere Planansätze zwangsläufig eine verstärkte Haushaltsdisziplin zur Folge haben.</p>
<p>Wenngleich das veränderte Planungsverhalten sicherlich nicht ausschließlich auf den Einfluss meiner letzten Haushaltsrede zurückzuführen ist, zeigt es doch, dass die Bemühungen der Opposition nicht immer grundsätzlich zum Scheitern verurteilt sind, wie von der SPD manchmal resignativ zu hören ist, sondern dass sogar eine Minifraktion wie die der FDP gelegentlich etwas Positives bewirken kann, wenn sie ihre Forderungen nur beharrlich genug vertritt.</p>
<p>Man kann also feststellen, dass die Verwaltung ihren Beitrag zur Erfüllung des von allen Parteien zusammen mit ihr getroffenen „historischen“ Konsolidierungsbeschlusses erfüllt hat.</p>
<p>Wie ist es nun generell um den Fortgang unserer Konsolidierungsbemühungen bestellt? Noch sind alle Parteien im Boot, wenn auch nicht mehr im Sanierungsbeirat. Was immer auch die SPD zum kurzfristigen Ausstieg aus dem Sanierungsbeirat bewogen haben mag. Wir finden ihr Ausscheiden aus mehreren Gründen ausgesprochen schade.</p>
<p>Auch wir haben uns früher gefragt, ob der unter Ausschluss der Öffentlichkeit tagende Sanierungsbeirat wegen seiner Filterfunktion nicht möglicherweise den demokratischen Interessen des Rates und seiner Ausschüsse zuwiderläuft. Wenn solche Bedenken das Hauptmotiv der SPD zum Ausstieg gewesen sein sollten, könnten wir sie in gewisser Weise nachvollziehen.</p>
<p>Wir bitten aber zu bedenken, dass der Sanierungsbeirat auch ein Forum bietet, wo Ideen und Meinungen spontan und ohne parteipolitische Hintergedanken im gegenseitigen Diskurs ausgetauscht werden können.</p>
<p>Ich möchte das am Beispiel eines aktuellen Problems klarmachen, das uns demnächst alle noch beschäftigen wird. Es handelt sich um Ziele Nr. 25 der Prioritätenliste „Einsparung bei Vereinsförderung, Hallennutzungsgebühren“ bzw. Nr. 41 „Erstattung von Bewirtschaftungskosten durch Dritte“.</p>
<p>Unter Einschluss aller Zuschüsse und Vorhaltung von Infrastruktur wie Turnhallen, Sportplätzen und Sportheimen schwanken die Kosten der Vereinsförderung zwischen 290.000 und 410.000 EURO. Dabei sind Abschreibungen und kalkulatorische Zinsen nicht einmal eingerechnet. Der GPA sind diese Kosten zu hoch, die Bezirksregierung ist nicht mehr bereit, freiwillige Ausgaben weiterhin in dem bisherigen Maße zu dulden.</p>
<p>Es ist also unstrittig, dass diese Kosten gesenkt werden müssen. Aber wie?</p>
<p>Die Verwaltung hat dankenswerterweise in mühvoller Kleinarbeit die Kosten ermittelt und soweit das möglich war, den einzelnen Vereinen zugeordnet.</p>
<p>Wenn man die einzelnen Beträge betrachtet, erscheint es nicht immer nachvollziehbar, warum der eine Verein so viel, der andere so wenig erhält. Man muss jedoch bedenken, dass sich die Förderpraxis über Jahrzehnte entwickelt hat, jeweils sicher gute Gründe bestanden haben, die Beträge zu gewähren und dann oft über die Jahre fortgeschrieben worden sind. Die Vereine sprechen nicht gerne über Zuschüsse durch die Gemeinde. Oft ist ihnen selber nicht klar, warum die Zuschüsse seinerzeit gewährt worden sind. Meistens heißt es, dass man „keine schlafenden Hunde wecken“ möchte.</p>
<p>Auch die bisher überwiegend kostenlose Nutzung der gemeindeeigenen Turnhallen, Sportplätzen und Sportheime und die Übernahme eines großen Teils der Pflegekosten wird vielfach als selbstverständlich angesehen. Das ist sie aber bei genauerer Betrachtung nicht. Es ist ja nicht so, als stünden z.B. die Sportplätze jedem Bürger in seiner Freizeit zur Verfügung. Sie sind vielmehr abgeschlossen und nur der Nutzung der Vereinsmitglieder vorbehalten. An den Kosten der Vereinsförderung ist aber jeder Kreuzauer Bürger beteiligt, egal ob er Vereinsmitglied ist oder nicht.</p>
<p>Wir haben uns in den letzten Tagen einmal die Mühe gemacht und die Förderkosten gruppenweise den durchschnittlichen Mitgliedsbeiträgen gegenübergestellt und sind dabei zu interessanten Ergebnissen gekommen:</p>
<p>Über alle Kreuzauer Vereine gerechnet bezahlt das erwachsene Mitglied einen Jahresbeitrag von 29,95 EURO. Die gesamten Förderkosten der Gemeinde, ohne Personalkosten, Abschreibungen und Zinsen gerechnet, betragen pro Mitglied durchschnittlich immerhin 24,77 EURO, also fast genau so viel wie der Mitgliedsbeitrag.</p>
<p>Noch interessanter wird es, wenn man die einzelnen Vereinsgruppen betrachtet. Ich möchte nur einmal die Extremwerte nennen. Die Fußballvereine verlangen von ihren erwachsenen Mitgliedern in etwa den Durchschnittsbeitrag, nämlich 24,67 EURO. Jedes Mitglied wird jedoch im Durchschnitt von der Gemeinde mit 63,56 EURO, das ist zweieinhalb Mal so viel wie der Mitgliedsbeitrag, gefördert.</p>
<p>Betrachten wir dagegen die Mitglieder der Musikvereine, so zahlen sie mit 24,52 EURO ebenfalls fast den durchschnittlichen Mitgliedsbeitrag, sie werden von der Gemeinde aber lediglich mit 3,50 EURO pro Jahr gefördert.</p>
<p>Es liegt uns fern, nun die einzelnen Vereinsgruppen gegeneinander auszuspielen. Sportvereine, insbesondere Fußballvereine verbrauchen naturgemäß viel Fläche und Infrastruktur, sonst könnten sie ihren Sport überhaupt nicht ausüben. Trotzdem muss die Frage gestellt werden, inwieweit die öffentliche Hand die Kosten hierfür zu übernehmen hat.</p>
<p>In der letzten Sitzung des Sanierungsbeirates herrschte Einigkeit darüber, dass es nichts bringt, wenn jetzt die Förderkosten Verein für Verein durchgegangen werden und dem einen Verein etwas mehr genommen wird als anderen. Gerechtigkeit ist so nicht herzustellen. Sie besteht im Übrigen aber auch jetzt nicht.</p>
<p>Vielmehr müssen Prinzipien gefunden werden, die durchgängig auf alle Vereine angewendet werden und von allen zumindest nachvollzogen werden können.</p>
<p>Ein Vorschlag kam in der letzten Sitzung auf den Tisch. Der Bürgermeister hat dazu ergänzende Vorschläge gemacht, die ebenfalls sorgfältig auf ihre Auswirkungen überprüft werden müssen.</p>
<p>Wir haben unsererseits in den letzten Tagen überlegt und werden das auch in der nächsten Sitzung des Sanierungsbeirates vorschlagen, dass man die gesamte Förderung ausschließlich an der Jugendarbeit festmachen könnte. Letztlich ist die Jugendförderung gerade in der heutigen Zeit eine der wichtigsten Aufgaben, die dem Staat obliegen. Jugendliche, die in Vereinen gebunden sind, kommen nicht auf dumme Gedanken und lernen mit Sicherheit für ihr späteres Leben als Erwachsene.</p>
<p>So könnte man die bisherigen Zuschüsse ersatzlos streichen und stattdessen denjenigen gemeinnützigen Vereinen, die nachweislich aktive Jugendförderungen betreiben pro Jugendlichen jährlich einen Betrag von z.B. 50,00 EURO auszahlen. Vorteil dieser Regelung wäre, dass die Jugendarbeit in den Vereinen höchste Priorität bekäme und dass es sich um ein durchgängiges nachvollziehbares Prinzip handeln würde.</p>
<p>Voraussetzung wäre allerdings, dass die Vereine auch Nutzungsentgelte für in Anspruch genommene Infrastruktur zahlen. Ob sie das in voller Höhe leisten können, erscheint allerdings fraglich. Insbesondere die Fußballvereine wären sicherlich zunächst überfordert. Allerdings könnte hier ein Langfristplan greifen, der die Nutzungsentgelte Jahr für Jahr anheben würde, sodass nach etwa 10 Jahren die Infrastrukturkosten in voller Höhe von den Vereinen getragen würden.</p>
<p>Meine Damen und Herren, Sie sehen wie kompliziert und schwierig die Gesamtproblematik ist. Es dürfte auch klar sein, dass sie nicht im Rat oder einem öffentlich tagenden Ausschuss in offener Diskussion gelöst werden kann. Dazu müssen viel zu viele Modellrechnungen angestellt werden und die jeweiligen Auswirkungen sorgfältig gegeneinander abgewogen werden.</p>
<p>Die Alternative wäre, dass nur die Verwaltung im stillen Kämmerlein einen Vorschlag ausbrütet, über den wir im Rat dann nur zu entscheiden hätten. Dann würden wir uns allerdings selbst die Möglichkeit nehmen, aktiv an der Gestaltung dieser für Kreuzau so wichtigen Frage mitzuwirken.</p>
<p>Allein an diesem Beispiel wird deutlich, wie wichtig es wäre, wenn sich die SPD-Fraktion doch noch entschließen könnte, wieder an den Sitzungen des Sanierungsbeirates teilzunehmen. Der Sachverstand der Herren Heidbüchel und Lukas wäre mit Sicherheit für den weiteren Prozess zur Lösung dieser Aufgabe mehr als hilfreich. Außerdem würde dann auch wieder nach außen sichtbar, dass alle Parteien am gleichen Strang ziehen.</p>
<p>Ein Wort noch zu der auf dem Konsolidierungsbeschluss beruhenden Prioritätenliste. Die Liste ist mittlerweile im Sanierungsbeirat abgestimmt worden. Darin enthalten ist eine Vielzahl von sinnvollen strukturellen Verbesserungen, die so zügig als möglich umgesetzt werden sollen.</p>
<p>Was allerdings noch aussteht, ist, dass die Liste vom Bürgermeister in geeigneter Form als Ganzes in die Ratsarbeit eingebracht wird. Falls es der Bürgermeister nicht schon ohnehin vorhatte, möchten wir an dieser Stelle für die nächste Sitzung des Rates die Aufnahme eines Tagesordnungspunkt beantragen, in dem die Prioritätenliste dem Rat zumindest offiziell zur Kenntnis gegeben wird. Nach Möglichkeit sollte der Rat seinen Willen zur Umsetzung der Liste auch formell durch Beschluss bekunden.</p>
<p>Jede Fraktion und jedes Ratsmitglied hat alsdann die Möglichkeit, die Umsetzung der einzelnen Vorhaben zu verfolgen und zu überwachen.</p>
<p>Zum Schluss noch eine Anmerkung zur Haushaltslage. Wir alle können Tag für Tag den Medien entnehmen, dass die Konjunktur brummt und für Bund, Länder und Kommunen Milliarden zusätzlicher Einnehmen zu erwarten sind. Gott sei Dank habe ich in dieser Runde noch keinerlei Anzeichen bemerkt, dass wir jetzt die Zügel auch wieder etwas schleifen lassen könnten. Nichts wäre falscher als das. Gerade jetzt müssen wir gemeinsam an unserem einstimmig gefassten Konsolidierungsbeschluss festhalten. Falls unser Ziel, den strukturellen Haushaltsausgleich herzustellen, durch günstige äußere Umstände früher als geplant geschafft werden kann, wäre das sehr schön. Die Last der Altschulden ist aber dann noch lange nicht abgetragen. Daran werden auch künftige Gemeinderäte noch zu knabbern haben.</p>
<p>Wir von der FDP sind jedenfalls fest entschlossen, auch in Zukunft keinen Jota von der im Dezember 2006 getroffenen Vereinbarung abzuweichen.</p>
<p>Ich bedanke mich für Ihre geschätzte Aufmerksamkeit.</p>
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