Auf die Eingaben von Ingo Eßer (CDU) und der FDP-Fraktion zur Frage der Übernahme von Fahrtkosten für die Schülerinnen und Schüler aus Drove ab dem Schuljahr 2009/2010 hat Bürgermeister Ramm die Gefährlichkeit des Schulweges von Drove nach Kreuzau erneut untersucht und bei der Kreispolizeibehörde erneute Stellungnahmen eingeholt.
Er schreibt dazu u.a. “Bis zu den Offiziershäusern bzw. zur Einmündung des Feldweges können die Schülerinnen und Schüler entlang der Drovestraße einen befestigten Plattenweg ohne besondere Gefährdung durch den Straßenverkehr benutzen. Sogar das nachfolgende Teilstück von ca. 100 m Länge bis zum Fuß/Radweg ist für Fußgänger begehbar, da ein genügend breiter Randstreifen vorhanden ist…
…Nach dem Überqueren der L 249 ist der Schulweg im weiteren Verlauf durch einen gemeinsamen Fuß/Radweg sichergestellt.
Weiterhin ist festzuhalten, dass ein unbeleuchteter Weg nicht die normalen Gefahren überschreitet. Dies gilt letztlich auch für die “dunkle” Jahreszeit…Die vorhandene Strauchreih bzw. Hecke entlang der L 249 (ca. 200 m) ist lückenhaft und dadurch teilweise einsehbar. Im übrigen ist die L 249 sehr verkehrsreich, so dass der Fuß/Radweg von den vorbeifahrenden Fahrzeugen angeleuchtet wird. Es handelt sich um eine im ländlichen Raum nicht ungewöhnliche Situation. Ebenfalls liegen keine Anhaltspunkte vor, dass durch den Randbewuchs für Schülerinnen und Schüler eine gesteigerte Wahrscheinlichkeit besteht, auf dem Schulweg Opfer einer Gewaltstraftat zu werden (Stellungnahme Kreispolizeibehörde Düren vom 16.07.2009)…”
Bürgermeister Ramm schreibt weiter, dass für den Schulweg von Drove nach Kreuzau das Kriterium der besonderen Gefährlichkeit nach dem Ausbau des Verkehrsknotens L249/K28 nicht mehr gegeben sei und somit die Fahrtkosten nicht mehr übernommen werden müssen. Allenfalls könnten die Kosten freiwillig übernommen werden, davon rät er jedoch angesichts der finanzschwachen Zeiten ab.
Die FDP-Fraktion ist mit den Ausführungen des Bürgermeisters nicht einverstanden und hat mit Schreiben vom 23.07.2009 beantragt, das Problem in die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Gemeinderates am 06.10.2009 aufzunehmen und dort zu behandeln.