Presseerklärung Heizungsanlage

26 Mai 2005

Pressererklärung der FDP-Fraktion im Rat der Gemeinde Kreuzau zum Bericht der DZ vom 25.05.2005 mit der Überschrift.: „Die Verwaltung macht der FDP was vor“

Der Bericht der DZ gibt Inhalt und Verlauf der Ratssitzung über den Einbau neuer Heizzentralen nur unzureichend wider.

Die FDP hatte Rat und Verwaltung drei Berechnungsmodelle – Kauf, Leasing oder Contracting- vorgelegt. Sie hat entgegen dem Zeitungsbericht nie behauptet, dass Leasing kostengünstiger sei. In der Sitzung waren sich Verwaltung und FDP rasch einig, dass der von der FDP hingegen behauptete Liquiditätsvorteil nur bis zum Jahr 2012 gelten würde, da die Gemeinde sogar für die Abzahlung der Leasingraten Kassenkredite aufnehmen müsse.

Insofern entzündete sich die eigentliche Diskussion am dritten Berechnungsmodell, nämlich an der Frage, ob der Neubau der Heizzentralen oder der Abschluss des vom Contractor Harpen angebotenen zehnjährigen Vertrages über den Fremdbezug von Heizenergie kostengünstiger sei. Für die Neuinvestition muss die Gemeinde einschließlich Finanzierungskosten ohne Energiekosten über zehn Jahre 563.000 EURO ausgeben. Für den Contractor zahlt sie in diesem Zeitraum ohne Energiekosten lediglich 389.000 EURO. In diesen Betrag sind bereits 10.000 EURO jährlich für nicht realisierte Energieeinsparungen und zusätzlich 5.000 EURO jährlich für künftige Reparaturkosten (Rohre, Pumpen und Regeltechnik) eingerechnet.

Die Verwaltungsvorlage konnte letztlich nur durch die Vermutung von Rolf Seel (CDU) „gerettet“ werden, dass die jährlichen Reparaturkosten für die Altanlage ab 2007 wesentlich höher als die angenommenen 5.000 EURO seien. Nachberechnungen der FDP haben ergeben, dass erst dann, wenn die Reparaturkosten jährlich 24.500 EURO betragen würden, beide Lösungen gleich teuer sind. Dass diese Annahme von Rolf Seel unrealistisch ist, liegt auf der Hand. Fazit: Kreuzau verzichtet bewusst auf die Chance, durch Abschluss des Contractingvertrages bis zum Jahr 2015 rd. 174.000 EURO einzusparen.

Auch die FDP hielte einen sofortigen Neubau für sinnvoll, wenn das Geld dafür vorhanden wäre. Wenn die Finanzierung aber nur durch die Aufnahme von Kassenkrediten erfolgen kann, ohne dass überhaupt eine realistische Möglichkeit besteht, den Betrag jemals zu tilgen, sollte auch einmal über eine scheinbar „zweitbeste“ Lösung nachgedacht werden.